Samstag, 7. Januar 2017

Genießen ohne Zucker: Schokokugeln, Haferkekse und ungeahnte Möglichkeiten


Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der alle zu besseren Menschen werden. Zu Nichtrauchern, zu regelmäßigen Sportlern, zu schlanken Diätdurchziehern. Dieser Text hat allerdings nichts mit guten Vorsätzen zu tun zumindest nicht mit meinen. Denn ich habe schon vor einigen Monaten meine Ernährung umgestellt, ganz ohne ersten Januar und große Verkündung. Aus verschiedenen Gründen, auf die ich vielleicht später mal eingehe, habe ich unter anderem Zucker und Weißmehl von meinem normalen Speiseplan gestrichen. Schon vorher habe ich versucht, darauf zu verzichen - im Rahmen von Low Carb und kalorienarmer Ernährung hat sich das automatisch ergeben. Das hieß aber auch: Ich habe reduziert. Alle süßen und gebackenen Dinge gemieden, durch Obst, Gemüse oder gar nichts ersetzt. 


Jetzt weiß ich: Das geht auch anders. Ich kann mir was gönnen und meinem Körper gleichzeitig Gutes tun, ihm die Nährstoffe geben, die er braucht. Nährstoffe, die Cola Zero nicht enthält, auch wenn sie nicht dick macht und deshalb jahrelang fest in meinen Tag integriert war. Seit ich mich damit beschäftige, ist das Internet voll von gesunden und richtig geilen Rezepten und mein Vorratsschrank voller Möglichkeiten. Die habe ich zu Weihnachten voll ausgeschöpft und eigentlich hätte das ein Gesund-durch-Weihnachten-Post werden sollen. Aber dann kam irgendwas dazwischen, genauer gesagt: die Weihnachtszeit. Aber ich möchte diese Rezepte unbedingt mit der Welt teilen und vielleicht sind da draußen ja tatsächlich Menschen, die 2017 weniger Zucker essen und gesund naschen (was ein 90er-Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein) wollen. Mich haben unter anderem diese Kugeln und Kekse durch Weihnachten begleitet und zwar so gut, dass mir alle anderen Plätzchen, Kuchen und Pralinen ganz egal waren. 


Beginnen wir mit den Kugeln, die gern auch Energy Balls, Energiebällchen oder gesunde Pralinen genannt werden. Superlecker, superintensiv, superschnell gemacht. Und vor allem: Bei den Zutaten so flexibel, dass man eigentlich gar kein Rezept braucht. Ich liefer einfach einen Vorschlag. 

Zutaten: 2 Tassen getrocknete Datteln, 1 Tasse gehackte Walnüsse, 1 EL Rohkakao, ein paar Kokosraspeln. (Wahlweise gehen auch alle anderen Sorten getrocknete Früchte und Nüsse im Verhältnis 2:1) 

Zubereitung: Die Nüsse im Mixer zerkleinern, dann in einer Schüssel beiseitestellen. Jetzt die Datteln im Mixer zu Brei verarbeiten (klingt je nach Modell einfacher, als es ist...), dann die Nüsse und den Kakao dazu geben. Weitermixen, bis die Masse halbwegs homogen ist. Dann mit den Händen zu Kugeln formen, in Kakao oder Kokosraspeln wälzen und zum Härten eine Weile in den Kühlschrank stellen. Dort sollte man sie im Anschluss auch aufbewahren, sie halten sich locker eine Woche. 


Weiter gehts' mit den Haferflocken-Dattel-Keksen, die im Ursprungsrezept eigentlich Müsliriegel sind...
 
Zutaten: 250 g Haferflocken, 130 g Datteln, 3 reife Bananen, 70 g geschmolzenes Kokosöl, 1 EL gehackte Mandeln, 1 EL gehackte Walnüsse , 1 EL Kakaonibs, 1 TL Zimt (wenn's noch etwas winterlich schmecken soll)

Zubereitung: Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen, die Datteln im Mixer zu Mus verarbeiten. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, dann alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer verrühren. Die Masse auf ein Backblech mit Backpapier geben und mit den Händen auf etwa 1 Zentimeter Dicke plattdrücken. Etwa 25 Minuten backen, dann komplett auskühlen lassen und in kleine Rauten schneiden. Ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren.

Zusätzlich gab es bei mir sogar noch einen ziemlich geilen Brownie, den ich grob nach diesem Rezept gebacken habe und scharf geröstete Nüsse, zu denen ich hier inspiriert wurde. Alles Dinge voll mit guten Inhaltsstoffen. Alles Dinge, die sogar satt machen. Alles Dinge, an denen man sich nicht überfrisst die aber trotzdem glücklich machen. Wenn ich tatsächlich mal Leuten erzähle, dass ich möglichst keinen Zucker esse, gucken viele mitleidig. Oder so, als würden sie sich mein Leben in Askese fern von allen Genüssen vorstellen. Ein ganz großes Missverständnis, dem ich ein Ende setzen will. Deshalb verbreite ich die Botschaft von gesundem geilen Essen hier weiter. Und vielleicht helfe ich ja sogar jemanden beim Durchhalten der guten Vorsätze.  

Was auch immer ihr tut, esst oder backt: Habt ein wundervolles Jahr 2017 und genießt es!

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