Donnerstag, 23. Februar 2017

Gesund, weil grün und gut: Brokkoli-Dinkel-Pfanne mit getrockneten Tomaten

Gesund und grün: Zutaten für Brokkoli-Pfanne mit Feta und Haselnüssen

Ich hatte lange nicht in ein Freundebuch geschrieben. Bei der Frage "Was magst du gar nicht?" war meine Antwort letztens dann ganz spontan "Brokkoli" - ich habe gar nicht lange nachgedacht. Vermutlich kann meine kleine Nichte damit auch mehr anfangen als mit "Kriege, unnötige Meetings und Cuba Libre" oder so. Aber als ich meine Antwort blau auf gelb dort stehen sah, kam ich zu dem Schluss, dass sich meine Abneigungen seit der Grundschulzeit offenbar geändert haben. Ich würde Brokkoli zwar noch immer nicht bei der Frage nach dem Lieblingsessen eintragen (wo mittlerweile auch nicht mehr Pizza und Pommes stehen), aber ab und zu esse ich ihn ganz brav. Schließlich habe ich schon öfter gehört, dass grüne Lebensmittel gesund sind. Und gesund mag ich. Gut, gab es also mal wieder Brokkoli.

Der beste Weg, um Dinge unterzubringen, die man nicht am allerliebsten mag: Sie mit Dingen mischen, die man sehr, sehr gerne mag. Bei mir waren das in diesem Fall: Dinkel, getrocknete Tomaten, Haselnüsse, Feta und Knoblauch. Ich weiß nicht, ob man diese Kombination in irgendeinem Kochbuch finden würde, aber ich hatte sie mir spontan in den Kopf gesetzt - und das Ergebnis war ziemlich überzeugend. 

Gesund und grün: Brokkoli-Pfanne mit Feta und Haselnüssen

Was ihr dafür braucht (2 Portionen): 200g Brokkoli, 1 Tasse Dinkel, eine Handvoll getrockenete Tomaten, Fetawürfel in beliebiger Anzahl, etwa 2 EL Haselnüsse, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, frischen Basilikum. 

Was ihr dafür tun müsst: Wascht den Dinkel gut und bringt ihn in der doppelten Menge Wasser zum Kochen. Lasst ihn etwa 15 bis 20 Minuten auf kleiner Hitze köcheln, bis das Wasser aufgesogen ist und er so weich ist, wie ihr ihn gerne mögt. In der Zwischenzeit halbiert ihr die Haselnüsse, hackt den Knoblauch grob und röstet beides in einer Pfanne mit Olivenöl an. Wascht den Brokkoli, schneidet die Röschen ab und halbiert sie, hackt die getrockenen Tomaten grob. Nach ein paar Minuten gebt ihr beides mit in die Pfanne (ggf. hilft noch etwas mehr Öl), dann wird alles für etwa fünf Minuten angebraten. Am Ende gebt ihr den fertigen Dinkel dazu, würzt mit Salz, Pfeffer und allem, was ihr sonst noch mögt. Am Schluss den gehackten Basilikum und den gewürftelten Feta dazugeben - fertig. 

Ich hatte beim Kochen spontan die Befürchtung, dass es mir zu trocken wird und habe noch einen Sesam-Joghurt (Naturjoghurt, Sesam, Salz, Pfeffer und frischer Zitronensaft) angerührt. Schmeckte gut dazu, wäre aber gar nicht nötig gewesen.

Gesund und grün: Brokkoli-Pfanne mit Feta und Haselnüssen

Was ich sonst noch sagen will: Ich habe mich schon länger gefragt, ob an der Sache mit dem "Grün = gesund" wirklich was dran ist - oder ob man das nur sagt, weil grüne Nahrungsmittel zufälllig meist Obst und Gemüse und damit nunmal gesund sind. Ich will all diese Dinge verstehen und habe deshalb eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin begonnen. Ich gehe also wieder zur Schule (eine ähnliche Déjà-vu-Erfahrung wie mit dem Freundebuch) und schon am ersten Tag habe ich gelernt: Grün ist wirklich gesund, und das liegt am Chlorophyll. Das hat nicht nur mit der Photosynthese zu tun, von der wir alle im Bio-Unterricht gehört haben, sondern unterstützt auch in unserem Körper viele wichtige Prozesse. Welche genau das sind, führt hier zu weit (und außerdem habe ich auch noch nicht alles am ersten Tag gelernt...) Aber ich bleibe dran, liefere weitere Details vielleicht nach - und bis dahin merken wir uns: Grün = gesund. Und wenn man's richtig macht, dann auch noch: lecker.

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