Sonntag, 12. März 2017

Lieblingsorte in Amsterdam: Gesund essen, schön shoppen und das Meer genießen


Manchmal muss man gar nicht um die Welt reisen. Oder in einen Flieger steigen. Oder drei Wochen unterwegs sein. Manchmal reicht es auch, wenige Stunden Richtung Westen zu fahren – und schon ist man dort, wo es so wunderschön ist. Wo so viel Wasser ist. Wo so unfassbar viele Fahrräder sind. Und wo man so wahnsinnig gut essen, Smoothies trinken und durch kleine Shops schlendern kann, dass man sich fast wünscht, man wäre doch drei Wochen unterwegs. Worum’s hier geht? Um ein Wochenende in Amsterdam – und meine Tipps für alle Freunde der schönen Dinge da draußen.


Ich gebe zu: Vor dem wunderbaren Wochenend-Trip mit meiner Schwester hatte ich meine Hausaufgaben gemacht. An den meisten Orten sind wir sind nicht zufällig gelandet, sondern haben sie vorher in Blogs entdeckt, begeistert notiert und in der Karte eingezeichnet. Klingt spießig, aber es hat sich gelohnt – und ein paar spontane Entdeckungen waren trotzdem dabei.

Pluk: Frische Säfte, schöne Dinge und teure Kuchen


„Nein, wir haben leider nichts für zwei Personen frei. Aber wir können euch auf die Warteliste setzen.“ Okay, die vielen Liebeserklärungen an „Pluk“ hatten wohl nicht nur wir gelesen. Aber der Laden ist auch einfach hübsch. Es gibt Smoothies, Säfte und (relativ gesunde, aber ziemlich teure) Kuchen, dazu einen kleinen Shop-Bereich mit frischem Obst und Gemüse, ein wenig Deko und Accessoires – und alles in total schönem Ambiente. Wir entschieden uns trotzdem gegen die Warteliste und für zwei Säfte und Riegel to go. Die Drinks waren nicht gerade günstig und schmeckten tatsächlich auch ziemlich gesund, aber mit Grachten im Blick und Sonne im Gesicht fühlten sie sich trotzdem gut an. Wer unterwegs eine Stärkung braucht und keine Lust auf Pommes hat, sollte diesen Laden in den 9 Straatjes in jedem Fall auf die To-visit-Liste setzen.


 Dr. Blend: Grüne Smoothies, Acai-Bowls und guter Service 


Gar nicht weit entfernt wartete am nächsten Morgen „Dr. Blend“ auf uns. In dem Café in der Herenstraat mussten wir nicht auf einen Tisch warten, die Kellner warteten auf uns: Wir waren die einzigen Gäste, wurden mit Mini-Probier-Smoothies und persönlicher Beratung begrüßt und waren uns sofort sicher: Der Weg hierhin hat sich gelohnt. Zum Frühstück gab es eine richtig leckere Acai-Bowl und ein Dinkel-Sandwich mit Avocado und Cashewkernen. Besonderes Highlight: Der grüne Smoothie Dr. Green Freshness, der zwar mal wieder extrem gesund aussieht, aber dabei noch richtig gut schmeckt.


Cotton Cake: Schicke Klamotten, schöne Menschen und tolles Ambiente


Ja, es sieht aus, als hätte ich mich nur von gelöffelten Speisen ernährt – aber ganz so schlimm war es nicht. Ich konnte bei dem „Coconutty Granola“ im wunderbaren „Cotton Cake“ nur einfach nicht widerstehen. Wir sind vom hippen Viertel Jordaan ins nicht weniger schöne De Pijp geschlendert, wo wir zielstrebig diese Mischung aus Concept Store und Café angesteuert haben. Während unten Klamotten und Accessoires verkauft wurden, haben wir uns auf der Empore entspannt und den schönen Menschen unten beim Einkaufen zugeschaut. Und wieder das Fazit gezogen: Guter Tipp, lohnt sich.


Søstrene Grene: Zentral, günstig und ziemlich wunderbar


Vermutlich kennt ihr auch diese Läden, bei denen man denkt: Ja, gehen wir mal rein, kaufen werden wir eh nichts. „Søstrene Grene“ war so ein Laden. Mitten in der Stadt gelegen und schon im Fenster voll wunderbarer Deko-Gegenstände. Wir dachten uns: Ja, gehen wir mal rein – und dann kauften wir tatsächlich. Denn es gibt nicht nur unfassbar viele verschiedene und tolle Dinge. Der Laden, der von zwei dänischen Schwestern gegründet wurde, ist auch noch ziemlich günstig. Natürlich braucht man die meisten Sachen dort nicht unbedingt, aber vielleicht machen sie das Leben ein klein wenig schöner.


Anne & Max: Porridge, Omelette und ganz viel Tee


Das Frühstück für Tag zwei stand nicht vorher fest, wir waren noch etwas ratlos – und völlig begeistert, als wir plötzlich direkt neben unserem Hotel „Anne & Max“ entdeckten. Ein nettes Café, das zu einer holländischen Kette gehört. Dort gab es Porridge mit Früchten und eine kleine Frühstücksplatte mit frischem Omelette, das süße Zeug hinter der Theke wäre auch ziemlich verlockend gewesen, wenn es nicht ganz so früh gewesen wäre. Natürlich gab es auch hier Smoothies und eine ziemlich überzeugende Tee-Auswahl. Der Zufall meinte es jedenfalls gut mit uns, denn das war genau der richtige Ort zur richtigen Zeit.


Foodhallen: Streetfood, Hipster und riesige Auswahl


Jetzt noch der Beweis: Er wurde nicht nur Gesundes gelöffelt, es gab auch Frittiertes – zumindest ein bisschen. Unsere beiden Abende haben wir in den Foodhallen verbracht, die nicht nur großartig sind, sondern auch direkt neben unserem Hotel lagen. Das Konzept: Eine alte Bahnhofshalle voll mit Streetfood-Ständen, in der Mitte viel Platz für die Hipster der Stadt, am Wochenende mittendrin ein DJ – und wahnsinnig viele Menschen. Wir entschieden uns für eine Mezze-Platte von Maza und Sommerrollen von Viet View, zum Nachtisch gab es (etwas zu riesige) Joghurts von Yoghurt Barn und am nächsten Tag noch Sushi-Handrolls von Meneer Temaki. Wer gutes Essen mag und nichts gegen wuselige Atmosphäre und viele Menschen hat, der ist hier richtig. Immer wieder. Sogar drei Wochen lang.
 


Trip nach Bloemendaal: Strand, Meer reinster Urlaub


Ich weiß gar nicht, wofür ich die Menschen im Amsterdam am meisten beneide: Um die vielen schönen Läden? Um die wunderschönen Häuser an den unzähligen Grachten? Oder vielleicht doch um Meer und Strand? Eine gute halbe Stunde Fahrt und schon ist man in einer anderen Welt: Wir machten vor der Abreise einen kleinen Abstecher an den ewig breiten Strand von Bloemendal und hatten – mal wieder – einfach Glück. Denn außer uns war auch noch die Sonne dort. Das fühlt sich so sehr nach Urlaub an. Und einfach so gut.

Und dann ist das alles noch so nah an Köln, dass am Ende nur eine Frage bleibt: Warum machen wir das eigentlich nicht öfter?


Kommentare:

Der KuRat hat gesagt…

Eine wunderbare, frische Beschreibung gepaart mit diesen außergewöhnlichen Bildern macht einmal mehr Lust auf eine Stadt in der man zwar schon oft war, aber in der es scheinbar immer Neues zu entdecken gibt - auch ohne großen Urlaub. Und überhaupt, ich mag Städtereisen sehr - und die brauchen nicht lang zu sein. Denn auch bei einem kurzen Besuch wird der bloße Name auf der Landkarte zu seinem Bild im Kopf und einem Gefühl im Herzen. Dazu hast Du bei mir beigetragen. Danke für den tollen Blogbeitrag

Julia hat gesagt…

Danke für die lieben Worte. Es freut mich, wenn ich dich inspirieren konnte :-)